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Risiken beim China Import (Global Sourcing)

Wissenschaftliche Ausarbeitung (Zusammenfassung) von David Frisch, Geschäftsführer der Agentur Frisch International Consulting GmbH & Co. KG aus Berlin.

Die Produktion in Ländern wie Indien, Pakistan, Vietnam oder Bangladesch ist oft günstiger als in China, weshalb wir uns mit der Frage beschäftigen müssen, ob China noch ein Niedriglohnland ist.

Beim China Import gibt es verschiedene Risiken und unerwartet hohe Kosten, u.a. die Frachtkosten, die nur durch größere Abnahmemengen oder neue Rahmenverträge kompensierbar sind. Dazu kommen die Zollgebühren, die dem Schutz des europäischen Marktes dienen. Verlängerte Wiederbeschaffungs- und Produktionszeiten sowie eine potentiell längere Verweildauer bei der Zollbehörde führen zu Terminproblemen. Treten Qualitätsprobleme auf, sind Reklamationen auf Grund des teuren Rückversands und den erneuten langen Lieferzeiten sehr schwierig.

Weitere Hindernisse beim China-Import sind die Sprachbarrieren und die Mentalitätsunterschiede zwischen Importeur und Lieferant, die eine persönliche Verhandlung notwendig machen, die auf Grund der großen Entfernung wiederum schwer realisierbar ist. Die deshalb per E-Mail durchgeführten Verhandlungen sind sehr zeitraubend. Kunde und Lieferant müssen zuerst zu einer Einigung bzgl. Normen, Qualitätsansprüchen und Regeln kommen. Lieferverträge sollten immer gut durchdacht sein, da die chinesischen Lieferanten Qualitätsprobleme und zusätzliche Kosten oft dem Kunden anlasten.

Ein Importeur sollte sich bewusst sein, dass er bei der Einfuhr in das EU-Wirtschaftsgebiet selbst als Hersteller zählt und sich deshalb mit den EU-Normen und Einfuhrbestimmungen wie Produktkennzeichnungspflichten, Verpackungsverordnung und der Batterieverordnung u.a. beschäftigen muss. Einkäufer unterschätzen zudem oft die Kosten für den Transport, da der Lieferant den Preis durch zusätzliche Kosten für die Haftung erhöhen kann, von denen der Kunde meist erst am Hamburger Hafen erfährt.

Ein weiteres Risiko ist die Produktpiraterie. Der Lieferant könnte das Produkt als eigenes verkaufen. Es lohnt sich für den Importeur, vorher in die Datenbank des Marken- und Patentamts zu schauen, um das Risiko des Verkaufsverbots oder von Schadensersatzforderungen zu mindern.

Das letzte und größte Problem ist, dass die Lieferanten zur Kostensenkung oft die Qualität senken. Wegen all der genannten Kosten lässt sich am leichtesten bei der Qualität sparen. Das führt dann zu Rückrufaktionen. Wer günstig produzieren will, muss auf gut ausgebildete Mitarbeiter in China verzichten, da diese besser bezahlte Arbeitsplätze ergattern. Außerdem verkalkulieren sich die Lieferanten häufig bei der ersten Lieferung, was zu Preiserhöhungen bis zu 30 % bei der zweiten Lieferung führen kann.

Beim China Import ist die Agentur Frisch der Ansprechpartner für allen Service aus einer Hand.


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